Unternehmensbroschüre
Berlin, 01.12.2009 (IGES Institut) - Über 100 Vertreter von Politik, Krankenkassen, kassenärztlichen Vereinigungen und zahlreichen Fachverbänden trafen sich heute beim Nationalen Workshop Diabetes-Versorgung zu einem angeregten Austausch.
38 % der Teilnehmer bewerteten die Diabetes-Versorgung als schlechter im Vergleich zu anderen Ländern. Dabei hat sich die Versorgungslandschaft in den letzten Jahren gravierend verändert. Menschen mit Diabetes werden gemeinsam von Haus- und Fachärzten, teilweise in Schwerpunktpraxen, versorgt. Gegenwärtig sind ungefähr 3,3 Mio. Menschen mit Diabetes in Disease-Management-Programme eingeschrieben.
Von der chronischen Volkskrankheit Diabetes sind immer mehr Menschen betroffen. Sie bedürfen einer intensiven und aufwändigen Versorgung. Diese muss individuell auf jeden Menschen mit Diabetes angepasst werden, wie der Vorsitzende des Deutschen Diabetiker Bundes, Dieter Möhler, in seinem lebhaften Vortrag bekräftigte. Neben den Versorgungsstrukturen war die medikamentöse Versorgung der Betroffenen ein wichtiges Thema. Die Diskussion ergab, dass die Patientensicht bei Erstattungsentscheidungen eine hohe Relevanz haben sollte. Auch die Präsentation von Versorgungsmodellen aus anderen Ländern regte die Diskussion an. So sind 83 % der Teilnehmer der Meinung, dass ein Diabetes Support Service, wie er im niederländischen Gesundheitswesen etabliert ist, auch in Deutschland die Versorgung verbessern könnte. Der Diabetes Support Service unterstützt den Hausarzt und übernimmt Monitoring, Beratung und Schulung von Patienten.
Wenn etwa 100 Teilnehmer mit verschiedenen Perspektiven auf das Gesundheitswesens engagiert miteinander diskutieren, kommt es auch zu Veränderungen in der Einschätzung zu wichtigen Fragen der Versorgung: Während zu Beginn der Veranstaltung noch 47 % der Teilnehmer der Meinung waren, der Morbiditätsadjustierte Risikostrukturausgleich biete keine Anreize, Diabetes aktiv zu verhindern, waren nach der Diskussion nur noch 34 % dieser Ansicht.
Die Veranstaltung wurde unterstützt von Bristol-Myers Squibb und AstraZeneca, die im Bereich Diabetes aktiv sind und eine Allianz gebildet haben, um gemeinsam die Therapie und Perspektiven der Patienten mit Typ-2-Diabetes weltweit zu verbessern.
Der Download der Beiträge ist unter www.iges.de möglich.
Pressekontakt:
Gisela Angerer | Leiterin Kommunikation
Fon +49 (0)30 230 809 - 341 | Fax +49 (0)30 230 809 - 11 | presse@iges.de