COPD (chronic obstructive pulmonary disease) ist eine schwerwiegende Erkrankung des respiratorischen Systems, die durch eine irreversible Verengung der Atemwege gekennzeichnet ist. Über die Kosten der COPD in Deutschland liegen derzeit nur wenige empirische Ergebnisse vor, bisherige Erkenntnisse lassen jedoch auf eine hohe ökonomische Bedeutung der COPD schließen.
Ziel der Studie war es, die direkten medizinischen Kosten der COPD auf Basis einer großen Population abzuschätzen. Dazu wurden Routineabrechnungsdaten des Jahres 2003 einer gesetzlichen Krankenkasse (GEK) mit ca. 1,5 Mio Versicherten ausgewertet. Auf der Grundlage von COPD-typischen Arznei- und Hilfsmittelverordnungen sowie von Krankenhaus- und AU-Fällen wurden die Patienten (40 Jahre und älter) identifiziert. Diese wurden nach den Leitlinien der Global Initiative for Chronic Obstructive lung Disease (GOLD) verschiedenen Schweregraden zugeordnet.
Die Untersuchung ergab, dass die identifizierten 38.469 COPD-Patienten im Jahr 2003 Kosten in Höhe von rund 25,5 Mio € (ohne ambulante ärztliche Leistungen) verursachten, im Mittel 664 € pro Patient. Wenn man zusätzlich einen Anteil von rund 20 % für ambulante Behandlungskosten annimmt, ergeben sich geschätzte durchschnittliche Kosten von 836 € pro Patient. Die Behandlungskosten unterscheiden sich erheblich in Abhängigkeit vom Schweregrad der Erkrankung.
Die Ergebnisse der Studie wurden anlässlich des 6. Weltkongresses der International Health Economics Association (iHEA) am 8. Juli 2007 in Kopenhagen vorgestellt.
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